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Diabetes und Testosteronmangel

Diabetes und
Testosteronmangel

Diabetes und Testosteron

Sie sind Diabetiker und ihr Blutzucker ist eigentlich gut eingestellt. Trotzdem fühlen Sie sich vielleicht öfters körperlich erschöpft, antriebslos oder leiden an Schlafstörungen. Ein Testosteronmangel könnte die Ursache sein, denn bei Männern mit Diabetes mellitus Typ 2 ist dies keine Seltenheit.

Laut mehrerer klinischer Untersuchungen haben männliche Diabetiker im Durchschnitt einen niedrigeren Testosteronspiegel als Nichtdiabetiker. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Testosteronmangel-Beschwerden, wovon nach Studiendaten bis zu 50% der männlichen Typ-2-Diabetiker betroffen sein können.

Andererseits haben auch hypogonadale Patienten, d.h. Männer mit einem nachgewiesenen Testosteronmangel, ein höheres Risiko, zukünftig einen Typ-2-Diabetes zu bekommen, als Männer mit normalen Hormonwerten.

Die Ursachen für diesen zweiseitigen Zusammenhang zwischen Testosteronmangel und Diabetes sind heute noch nicht abschließend erforscht. Ein Grund scheint jedoch die Zunahme des Fettgewebes speziell im Bauchraum zu sein, da ein großer Teil der Typ-2-Diabetiker gleichzeitig übergewichtig ist.

Die Zunahme des Bauchumfangs ist dabei nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern das Fettgewebe bildet auch bestimmte Hormone (z.B. Leptin, Östradiol). Diese haben u.a. einen hemmenden Einfluss auf den Hypothalamus (Zwischenhirn), dem übergeordneten Steuerorgan für die Testosteronproduktion. Die sich daraus entwickelnden, niedrigeren Testosteronspiegel wiederum können zu einer weiteren Zunahme des Bauchfetts führen. Damit beginnt der beschriebene Prozess von vorn und wird gleichzeitig noch verstärkt. Man spricht dann von einem „Teufelskreis“.

Außerdem setzt das Bauchfett noch entzündungsfördernde Substanzen („proinflammatorische Zytokine“) frei, die über verschiedene biochemische Prozesse dafür sorgen, dass die Körperzellen weniger auf Insulin ansprechen. Die sogenannte „Insulinresistenz“ behindert die Aufnahme der Zuckermoleküle aus dem Blut in die Zellen und sorgt so für den Anstieg der Blutzuckerwerte. Sie wird daher als grundlegender Krankheitsmechanismus bei der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes angesehen.

Ist ein erniedrigter Testosteronspiegel bei Männern mit Typ-2-Diabetes denn wirklich ein Problem? Ja, denn abgesehen von der angesprochenen Zunahme des Bauchfetts sind damit noch weitere negative Effekte auf die Gesundheit – speziell auf den Stoffwechsel – und auf das allgemeine Wohlbefinden verbunden. Diese können sich dann auch beim Typ-2-Diabetiker in den bekannten Symptomen und Anzeichen eines Testosteronmangels äußern. Welche diese sind, können Sie hier erfahren.

Darüber hinaus kann sich ein Testosteronmangel (auch „Hypogonadismus“ genannt) sogar ungünstig auf die Lebenserwartung dieser Patienten auswirken. So wurde in zwei voneinander unabhängigen Studien festgestellt, dass bei Typ-2-Diabetikern mit einem unbehandelten Testosteronmangel ein höheres Sterberisiko besteht als bei denen mit normalen Hormonwerten, und dass sich dies durch eine Testosterontherapie ausgleichen ließ.

Daher empfehlen ärztliche Leitlinien verschiedener Fachgesellschaften die Testosteronbestimmung bei Männern mit Typ-2-Diabetes. Diese Bestimmung könnte sich lohnen, denn einmal erkannt kann ein Testosteronmangel behandelt und so mögliche Folgeerkrankungen eventuell vermieden werden.

Ob bei Ihnen evtl. Anzeichen eines möglichen Testosteronmangels vorliegen, können Sie hier herausfinden.

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