Symptome des Testosteron­mangels

Die Symptome eines Testosteronmangels sind vielfältig und können das körperliche, psychische sowie das sexuelle Wohlbefinden betreffen.

Die Symptome und Anzeichen des Testosteronmangels variieren in Abhängigkeit von Alter bei Beginn des Testosteronmangels, Dauer und Ausmaß des Mangels.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Verzögerte Pubertät
  • Kleine Hoden
  • Männliche Infertilität (Zeugungsunfähigkeit)
  • Verminderte Körperbehaarung
  • Gynäkomastie
  • Rückgang der fettfreien Körpermasse und Muskelstärke
  • Viszerale Fettleibigkeit (Zunahme des Bauchfetts)
  • Rückgang der Knochenmineraldichte (Osteoporose) mit Frakturen bei geringem Trauma
  • Verminderte sexuelle Lust und sexuelle Aktivität
  • Erektile Dysfunktion
  • Abnahme nächtlicher Erektionen
  • Hitzewallungen
  • Stimmungsschwankungen, Erschöpfung und Aggressivität
  • Schlafstörungen
  • Metabolisches Syndrom
  • Insulinresistenz und Diabetes mellitus Typ2
  • Verminderte kognitive Funktion

Bestehen diese Symptome über einen längeren Zeitraum oder nehmen sie im Verlauf zu, kann unter Umständen ein Testosteronmangel vorliegen.

Diese unspezifischen Symptome werden häufig nicht als Zeichen eines möglichen Testosteronmangels angesehen, sondern beruflichem und privatem Stress oder anderen Erkrankungen zugeschrieben. Auch treten nicht bei jedem Betroffenen alle Symptome und in gleicher Deutlichkeit auf. Zumeist entwickeln sich die Beschwerden schleichend.

Es fällt daher vielen Patienten schwer, Symptome und Beschwerden richtig und vollständig zu schildern. Deshalb wurde ein Fragebogen entwickelt, um altersbedingte Beschwerden, die neben anderen Ursachen auch durch erniedrigte Testosteron-Serumspiegel bedingt sein können, besser erfragen und dokumentieren zu können. Dieser Fragebogen kann zur Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch genutzt werden aber keinesfalls das persönliche Gespräch zwischen Arzt und Patient sowie eine sorgfältige Diagnostik ersetzen. Ihr Arzt wird Ihre Antworten mit Ihnen besprechen. Sie werden ihm helfen, die richtige Diagnose zu stellen und im Folgenden den Verlauf der Beschwerden zu kontrollieren.

Sehen Sie selbst: Je niedriger der Testosteronspiegel, umso mehr Symptome können auftreten.

In einer Studie wurde gezeigt, dass wenn das Testosteron bestimmte Spiegel unterschritten hatte, entsprechende Symptome signifikant häufiger auftraten.

Gesamttestosteron
Mangel Normal
Stufe 1 (15 bis 12 nmol/l)
  • Libidoverlust
  • Vitalitätsverlust
Stufe 2 (12 bis 10 nmol/l)
  • Adipositas (BMI >30kg/m²)
Stufe 3 (10 bis 8 nmol/l)
  • Depressive Verstimmung
  • Schlafstörung
  • Konzentrationsverlust
  • Typ-2-Diabetes mellitus
Stufe 4 (8 bis 0 nmol/l)
  • Hitzewallungen
  • Erektile Dysfuntion

Sexuelle Probleme

Libidoverlust und Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion) können verschiedene Ursachen haben - häufig auch einen Testosteronmangel. Egal was dafür der Grund ist, ein offenes Ansprechen nicht nur beim Arzt hilft, Partnerschaftsproblemen vorzubeugen.

Erektionsstörungen durch Testosteronmangel

Auch wenn es anfangs einiges an Überwindung kosten kann: Suchen Sie das vertrauensvolle Gespräch mit Ihrer Partnerin.
Schämen Sie sich nicht. Oft bewirkt schon der offene Umgang mit der Thematik, dass Sie sich besser fühlen. Gemeinsam ist vieles einfacher.

Tipps für das Gespräch mit Ihrer Partnerin

  • Sie und Ihre Partnerin sollten bei dem Gespräch keinen Zeitdruck haben
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht gestört werden
  • Schaffen Sie eine angenehme und entspannte Atmosphäre
  • Kommunizieren Sie Ihre Ängste und Sorgen
  • Reden Sie über Behandlungsmöglichkeiten

Diabetes und Testosteron­mangel

Insbesondere Männer mit Typ2-Diabetes neigen zu einem Testosteronmangel:
Ca. 40 % sind betroffen. Was Sie als Diabetiker wissen müssen.

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