Formen des Testosteron­mangels

Es muss unterschieden werden, ob der Testosteronmangel vor oder nach der Pubertät auftritt, da die Symptome unterschiedlich sind. Zudem kann sich sowohl altersbedingt als auch im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen,wie z.B. Diabetes mellitus, beim erwachsenen Mann ein Testosteronmangel entwickeln.

Je nach Ursache des Testosteronmangels wird zwischen der primären Form (Störung der Testosteronbildung im Hoden) und der sekundären Form (Störung der Steuerung der Testosteronsynthese) unterschieden. In der Fachsprache wird der Testosteronmangel als Hypogonadismus bezeichnet.

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Das häufigste Krankheitsbild des primären Hypogonadismus ist das Klinefelter-Syndrom bedingt durch eine Störung im Erbgut, bei der die Anzahl der Geschlechtschromosomen abweicht. Aber auch Erkrankungen (z.B. Infektionen, Hodenentzündung, Hodenkrebs), Verletzungen, Entwicklungsstörungen (z.B. Leistenhoden) und das Fehlen (angeboren oder erworben, z.B. nach Operation) eines oder beider Hoden können die Testosteronbildung beeinflussen.

Beim sekundären Hypogonadismus kann die Störung sowohl vom Zwischenhirn (Hypothalamus), von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) oder auch von beiden Steuerungsorganen ausgehen und kann z.B. durch Gendefekte, Erkrankungen, unzureichende Durchblutung, Medikamente oder Drogen hervorgerufen werden. Die häufigste Form des sekundären Hypogonadismus ist der isolierte hypogonadotrope Hypogonadismus (IHH). Wenn zusätzlich der Geruchssinn betroffen ist, spricht man vom Kallmann-Syndrom.

Da beim altersbedingten Testosteronmangel sowohl die Freisetzung der Steuerungshormone in den übergeordneten Zentren im Gehirn abnimmt als auch die Hodenfunktion nachlässt, wird er als die dritte Form des Hypogonadismus bezeichnet. Der Altershypogonadismus, Late-onset-Hypogonadismus, steht meist im Zusammenhang mit anderen Begleiterkrankungen und wird durch sie beeinflusst.

Zudem gibt es noch die sogenannte Androgenresistenz, bei der trotz normaler Hormonspiegel im Blut Anzeichen und Beschwerden eines Testosteronmangels auftreten. Ursache hierfür ist eine genetisch bedingte Veränderung des Androgenrezeptors, die die Wirkung des Testosterons am Zielorgan entweder komplett, teilweise oder minimal beeinträchtigt.

Diabetes und Testosteron­mangel

Insbesondere Männer mit Typ2-Diabetes neigen zu einem Testosteronmangel:
Ca. 40 % sind betroffen. Was Sie als Diabetiker wissen müssen.

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Symptome des Testosteron­mangels

Was Sie tun können

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